Welcher Unternehmertyp wird schnell reich?

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Möchten Sie reich sein? Und zwar so schnell wie möglich?

Wenn ja, dann erfahren Sie in diesem Artikel, welcher Typ Mensch und mit welchen Mitteln Mandanten von uns dieses Ziel erreicht haben.

Was ist Reichtum überhaupt?

Keine einfache Frage. 

Das Wörterbuch hilft mit folgender Definition aus: 

Großer Besitz an Vermögen, wertvollen Dingen.

Jetzt gibt es jedoch keine klare Definition von „groß“ oder „wertvoll“. 

Somit kommen wir nicht richtig weiter bei der Suche nach der Antwort auf die Frage, was Reichtum eigentlich ist. 

Die schönste Definition habe ich dem Blogartikel meines Freundes Dr. Holger Grethe entnommen:

Reichtum = Vermögen minus Ansprüche

Finde ich genial.

Reich ist also, wer mehr Vermögen hat als er benötigt (oder meint zu benötigen).

Nach dieser Definition kann sich theoretisch also auch jeder Tellerwäscher schon reich fühlen.

Auch ich betreue zahlreiche Mandanten, die finanziell mit einem Jahreseinkommen von unter 100.000 ausgesprochen zufrieden sind und ausreichend Rücklagen für Jahre gebildet haben.

Sie fühlen sich damit privilegiert und „reich“. 

Andere hingegen verdienen 500.000 im Jahr und mehr und das Einkommen reicht nicht, um alle Rechnungen zu bezahlen.

Diese Mandanten stehen ständig unter Strom und fühlen sich alles andere als reich. 

Reichtum ist subjektiv

Bekanntlich betreuen wir ja ganz überwiegend Mediziner. Die Spannweite der Einkommen ist hier riesig.

Sie liegt bei den von mir betreuten Mandanten zwischen 10.000 und mehreren Millionen Euro pro Jahr.

Für selbständige Ärzte. 

Die meisten liegen zwischen 100.000 EUR und 200.000 Euro

Teilweise haben die Mandanten die gleichen Startvoraussetzungen gehabt.  Zumindest die Studieninhalte scheinen identisch oder ähnlich gewesen zu sein.

Ich habe mich in Vorbereitung auf diesen Blogartikel gefragt, was den Einkommensmillionär vom Inhaber einer „Durchschnittspraxis“ unterscheidet. 

Zumindest für diesen Blogartikel und nur für diesen Blogartikel zähle ich diejenigen Mandanten zu den „Reichen“, die eine Millionen Euro oder mehr verdienen – pro Jahr.

Denn es geht in diesem Artikel um die Frage: Kann ich das nachmachen?

Wie wird man zum Einkommensmillionär?

Kommen wir zum ersten Tipp:

Seien Sie sympathisch

Klar, sind Sie. Weiß ich doch. 

Die sehr erfolgreichen Mandanten haben alle Charme oder Witz oder ähnliche Talente, mit denen es gelingt, Patienten und Mitarbeiter zu binden. 

Zumindest haben die Erfolgreichen ein Gespür dafür, wann es Zeit dafür ist, diese Talente zu nutzen.

Manchmal wird gegenüber dem Patienten oscarverdächtig glaubhaft eine Maske aufgesetzt. Die schlechte Laue bekommen dann andere ab. 

Die Familie vielleicht.

Aber wenn Sie wirklich finanziell erfolgreich sein wollen, dann

Schaffen Sie Ihre Kinder ab

Okay, nicht ganz erst gemeint. 

Aber irgendwie doch.

Denn wenn ich mir unsere Einkommensmillionäre im Mandantenkreis ansehe, dann haben diese (meist) entweder keine Kinder oder zumindest eine gute Betreuungslösung für die lieben Kleinen gefunden.

Es geht natürlich weniger um die Kinder an sich, sondern mehr darum, dass man den Rücken für sein Unternehmen frei hat.

Und dass man die Prioritäten auf den Beruf legt. 

Dies soll jetzt keine Empfehlung an Sie sein, wie Sie Ihre Kinder (nicht) erziehen sollen.

Es ist nur eine Beobachtung.

Was ist noch wichtig um finanziell sehr erfolgreich zu sein?

Seien Sie mutig

Es geht nicht ohne Mut.

Die meisten von Ihnen haben bereits viel Mut bewiesen und sich in die Selbständigkeit gewagt. 

Das ist der erste Schritt zur finanziellen Unabhängigkeit. 

Wenn ich mir die finanziell extrem erfolgreichen Mandanten ansehe, dann hat sich dieser Mut auch in den Jahren nach Praxisgründung fortgesetzt.

Keine Angst vor Schulden

Die wohl wichtigste Erkenntnis: Die erfolgreichen Mandanten hatten keine Angst, sich in jungen Jahren oder auch später mit hohen Summen zu verschulden.

Die Schulden wurden zum Aufbau oder Kauf des eigenen Unternehmens verwendet und waren der entsprechende Hebel um langfristig hohe Gewinne zu machen.

Manchmal wurde eine kleine Praxis erworben und mit viel Geld wurde daraus eine wirklich große Einheit aufgebaut.

Operateure kauften sich im Umland Zuweiserpraxen ein, um auf mehr Patienten und damit höhere OP-Zahlen zu kommen. 

Aus diesem Mehreinkommen kann dann meist die Finanzierung relativ problemlos gestemmt werden

Fällt die Finanzierung dann weg, bleibt ordentlich mehr hängen. 

Wer nicht erkennt, dass man mit fremden Geld Einkommen kaufen kann und aus Angst die Selbständigkeit scheut, der wird in aller Regel im Alter mit der Rente aus dem Versorgungswerk auskommen müssen.

Auch der Hauskauf in Düsseldorf und Köln ohne Lottogewinn oder Erbschaft wird dann meist schwierig. 

Nicht selten wurden übrigens auch sechsstellige Summen (oft pro Jahr) ins Marketing investiert.

Zumindest in der Startphase auf Kredit. 

Womit wir bei der nächsten Erkenntnis wären:

Marketing bringt es

Es gibt immer noch Unternehmen ohne (ordentliche) Website. Oft funktionieren diese Unternehmen sogar trotzdem.

Aber Sie schießen eben nicht in zwei Sekunden von 0 auf 100. 

Marketing wird wahr genommen. 

Mehr Marketing wird mehr wahr genommen

Anscheinend gibt es da auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen kein echtes Limit.

Mandanten, die 100.000 Euro pro Jahr ins Marketing investieren, generieren meist deutlich mehr Neupatienten als diejenigen mit einem Marketingbudget von 50.000 Euro.

Jedoch: Was helfen einem 500 Neupatienten, wenn es daran hapert, dass die Praxis mit diesen Menschen geflutet wird und diese nicht abgearbeitet werden können. 

Um die 500 Neupatienten gut behandeln zu können, braucht es noch etwas:

Erfolg kommt nicht ohne Liebe zu Struktur und Abläufen

Hier haben wir ein echtes Problem.

Denn häufig sind die mutigen Schuldenmacher zwar tolle Visionäre, es fehlt (ihnen) aber an Struktur.

Wer aber wirklich erfolgreich sein möchte, der nicht nur Freude an der Behandlung seiner Patienten sondern auch an Themen wie …

  • Personalführung,
  • Qualitätsmanagement,
  • Abrechnung und – Trommelwirbel –
  • Buchhaltung und Finanzen.
  •  

Kommen wir zunächst zur

Personalführung

Sie werden niemals Einkommensmillionär, wenn Sie kein Team haben, das Ihnen folgt. 

Dazu gehört viel. 

Sie müssen erst einmal das Team finden. Hierzu bedarf es – auch – Glück.

Bei der Mitarbeiterakquise hilft aber auch wieder der Punkt Marketing. 

Ohne Website wird es schwierig mit neuen jungen engagierten Mitarbeitern.

Und je mehr die Website oder die sozialen Netzwerke potentiellen Bewerbern vermitteln, wie es sich anfühlt bei Ihnen zu arbeiten, umso besser. 

Darüber hinaus braucht Ihr bestehendes Team Pflege. Klare Abläufe, Verlässlichkeit, regelmäßige Kommunikation.

Welchen Führungsstil Sie haben, ist nach meiner Erfahrung vergleichsweise egal, solange Sie überhaupt führen. 

Und zur guten Führung gehören klare Abläufe.  

Und die schafft man mit einem: 

Qualitätsmanagement

Wenn Sie QM als notwendiges Übel sehen, dann macht Ihr Team vermutlich das, was will oder was es meint, was Sie wollen.

Sie müssen sich damit beschäftigen und die Regeln vorgeben.

Jeder Prozess in der Praxis sollte durchdacht und möglichst niedergeschrieben werden.

Der Unternehmer muss hier dem Team den Stempel aufdrücken und die definierten Prozesse regelmäßig überprüfen (lassen). 

Wenn Sie mit Zweigpraxen arbeiten wollen, dann muss das Personal dort bestens über die Abläufe informiert sein.

Der Standortleiter muss regelmäßig mit Ihnen kommunizieren, um Ihren „Geist“ am anderen Standort zu leben. 

Alle Einkommensmillionäre in unserer Kanzlei zeigen übrigens auch ein …

Interesse an Finanzen

Finanzen und Steuern können Freude machen.

Die extrem erfolgreichen Mandanten legen Wert darauf, regelmäßig mit Zahlen versorgt zu werden.

Sie kennen ihre Gebührenordnung, ihren Mindestumsatz und ihr Nettoeinkommen

Dazu werden noch individuelle Leistungskennzahlen der Praxis kontrolliert.

Die eigenen Schulden hat der Einkommensmillionär auch – meist – genau auf dem Schirm.

Hat man Chaos in der Buchhaltung und die letzte betriebswirtschaftliche Auswertung ist zwei Jahre alt, dann wird es meist nichts mit den Millionen auf dem Konto. 

Ich freue mich übrigens immer sehr, wenn Mandanten mich anrufen und mir von Rekordumsätzen erzählen. 

Mir kann man es ja erzählen, im Freundeskreis wirkt es möglicherweise wie Angeberei.

Kommen wir zum letzten Punkt:

Es braucht ein wenig Glück

Ja verdammt. Es geht nicht ganz ohne.

Manchmal muss man zur richtigen Zeit die richtigen Leute treffen, damit es optimal läuft.

Den richtigen Ehegatten, die richtige Praxis zur richtigen Zeit.

Dabei gilt es gesund zu bleiben und natürlich braucht es auch den richtigen Steuerberater.

Es gehört leider immer auch etwas Glück dazu, wenn man finanziell ganz nach oben kommen möchte. 

Fassen wir zusammen

Wenn Sie sympathisch sind, die Kinder für ein paar Jahre zur Oma bringen, Mut haben, Spaß an Organisation, Mitarbeiterführung und Finanzen finden und letztendlich noch etwas Glück dazu kommt, dann haben Sie das Potential Einkommensmillionär zu werden.

Kann natürlich übrigens trotzdem schief gehen. 

Ob Sie das Millionen-Einkommen am Ende glücklich macht?

Ich weiß es nicht. 

Das hängt mit Ihren Erwartungen ans Leben zusammen. 

Wenn Sie einfach weiter machen wollen wie bisher …meinen „Segen“ haben Sie.

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4 Kommentare

  1. Hallo Jens,

    schöner Beitrag. Super „Schreibe“!

    Du solltest bei uns anfangen 😉

    VG
    Pete

  2. von Dr. Meik Pankonin

    Hallo Jens,

    toller Artikel!!!
    Bevor Du aber bei Peter anfängst, wir stellen Dich auch an!
    😉

    LG Meik

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