Extras für Mitarbeiter

Häufig wird über die Zuwendung von kleinen Aufmerksamkeiten oder die Aufbesserung der Lohn- und Gehaltsstruktur von engagierten Arbeitnehmern nachgedacht. Dabei kann der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern zusätzlich zum Arbeitslohn eine ganze Reihe von Leistungen steuer- und sozialversi­che­rungsfrei gewähren, oder er kann manche Zuwendungen, anstatt der „regulären“ Lohnsteuer, der häufig günstigeren pauschalen Lohnsteuer unterwerfen.

Zu den steuerfreien Leistungen gehören z. B.:

  • Sachbezüge an Arbeitnehmer bis zu 44 EUR monatlich, z. B. Waren- bzw. Benzingutscheine;
  • Zuschüsse zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Arbeitnehmer in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen;
  • Aufmerksamkeiten aus besonderem Anlass (z.B. Geburtstag des Arbeitnehmers) bis zu einer Freigrenze von 60 EUR;
  • Sachbezüge in Form von Waren, welche überwiegend für den Bedarf von Kunden des Arbeitgebers hergestellt oder vertrieben werden bis zu 1.080 EUR jährlich (Rabattfreibetrag);
  • Reisekostenvergütungen für berufliche Auswärtstätigkeiten, bis zur Höhe der lohnsteuerrechtlichen Höchstbeträge;
  • Zuwendungen in Form von Betriebsveranstaltungen bis zu einem Kostenanteil in Höhe von 110 EUR je Arbeitnehmer und Veranstaltung bei maximal zwei Veranstaltungen im Jahr (z.B. Betriebsausflug und Weihnachtsfeier);
  • Überlassung eines Mobiltelefons an den Arbeitnehmer, welches im Eigentum des Arbeitgebers steht, zur ständigen privaten Nutzung;
  • Nutzungsmöglichkeit des Internet­anschlusses durch den Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu privaten Zwecken;
  • Ersatz der Aufwendungen bei doppelter Haushaltsführung des Arbeitnehmers;
  • Fehlgeldentschädigungen bis zu 16 EUR monatlich. Als Fehlgeld-entschädigungen bezeichnet man Zahlungen an solche Arbeitnehmer, die zumindest teilweise mit dem Führen der Geschäftskasse betraut sind. Die Fehlgeldentschädigung dient hierbei dem Zweck, aufgetretene Kassenverluste, die auch bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt auftreten können, auszugleichen.
  • Steuerfreiheit/Sozialversicherungsfreiheit von Sonn-,Feiertags-und Nachtarbeitszuschlägen bis zu einem Stundenlohn von EUR 50,00 und in der Sozialversicherung EUR 25,00.
  • Parkplatzgestellung an Mitarbeiter im überwiegend betrieblichen Interesse
  • Unterstützungen bei Krankheits-und Unglücksfallen bis zu EUR 600,00

Zu den pauschalbesteuerungsfähigen Leistungen gehören u. a.:

  • Unter bestimmten Voraussetzungen die Beiträge zu einer Direktversicherung für den Arbeitnehmer bis zu 1.752 EUR im Jahr;
  • Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
  • Computer-Übereignung und Barzuschüsse zur Internetnutzung;
  • Essensgut­scheine und Restau­rant­schecks.
  • Erho­lungsbeihil­fen (z.B. für eine Kur des Arbeitnehmers) unter bestimmten Voraussetzungen; (Mitarbeiter EUR 156,00, Ehegatte EUR 104,00 pro Kind EUR 52,00)

In vielen Fällen müssen die Zuwendungen zusätzlich zum Arbeitslohn erbracht werden. Bei einem Verzicht des Arbeitnehmers auf ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zugunsten der oben genannten Zuwendungen sind diese steuer- und sozialversicherungspflichtig.