Wahnsinn – gefühlt habe ich gerade erst das Februar-Kalenderblatt umgeblättert und mein Karnevalskostüm wieder in irgendeinen Karton gequetscht. Und schon steht wieder der Tannenbaum im Wohnzimmer und das Jahr 2025 läutet sein Ende ein. Egal mit wem man spricht: Das Gefühl, die Zeit vergehe wirklich immer schneller, umtreibt alle. Es ist klar: Neben immer unberechenbareren Strömungen in der Welt dürfte das vor allem an den rasant fortschreitenden technischen Neuerungen liegen. Das bewegt auch uns als Kanzlei – und natürlich unsere Mandanten
Denn wir alle leben zwischen…
Wahrheit, Fake und Algorithmus
Die wachsende KI-Einbindung in den Weiten des World Wide Web erschwert zunehmend die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Fake. Viele Strömungen vermischen beides ganz bewusst und munter miteinander. Das trägt nicht gerade zur Deeskalation in einer ohnehin instabilen Weltlage bei. Weltpolitisch war 2025… sagen wir mal: herausfordernd.
Was uns in 2026 erwartet? Ich weiß es nicht. Und ich bin überzeugt, die weltpolitischen Machthaber wissen es selber noch nicht… oder überlegen es sich wieder anders. Es soll ja Präsidenten geben, die die Zollsätze ihres Landes öfter ändern als ein Teenager seine Spotify-Playlist. So führt man auch mal schnell Zölle für Pinguine ein.
Auch innenpolitisch war 2025
ebenfalls kein Jahr der Langeweile:
Ganz ungewohnt war unser Land aufgrund der Neuwahlen schon im Januar mit Wahlplakaten zugekleistert. Eine Überraschung auf dem Kanzlerposten gab es nicht, auf den angekündigten „Herbst der Reformen“ wartet man auch im Dezember noch. Dafür sah sich dieser schon bald den jungen Kräften seiner eigenen konservativen Partie gegenübergestellt. Als dann endlich eine Einigung im Rentenstreit zustande kam, brannte auf dem Adventskranz bereits die erste Kerze. Und weil Umbenennen bekanntlich einfacher ist als Reformieren, heißt das Bürgergeld nun Grundsicherung.
Digitalisierung soweit das Auge reicht
In aller Munde ist und bleibt die Digitalisierung. Das hat auch die Politik erkannt und wir haben erstmals einen Digitalminister. Der deutsche Digitalisierung-Chef kommt aus meinem Heimatort – wenn das kein gutes Zeichen ist.
Digitale Schnittstellen für die Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen bestimmten auch 2025 unseren Kanzleialltag. Das haben unsere Mandanten gespürt – und dieser Weg wird konsequent weitergehen. Alles im Sinne einer zukunftsfähigen und smarten Zusammenarbeit.
Zum Thema „Digitales“ hat unsere Mandanten in diesem Jahr die digitale Patientenakte beschäftigt. Auch hier gab es ein fast schon traditionelles Hin und Her. Immerhin sind wir dank der „ePA“ um eine schöne Abkürzung reicher.
Unsicherheit
herrscht leider auch in der Wirtschaft. Die Börse lieferte im Frühjahr gleich mal einen kleinen Reality-Check. In vielen Branchen dominierte lange Krisenstimmung, Meldungen über Stellenabbau las man viel zu häufig. Immerhin: Ärzte und Steuerberater haben weiterhin mehr als genug zu tun. Und auch die Zinsen blieben in 2025 halbwegs stabil. Die kriselnde Wirtschaft verführte unsere neue Regierung schon Mitte des Jahres zum „Investitionsbooster„. Nach Jahren des „Wumms“ dann doch mal was Neues.
Gesetzgebung auf den letzten Metern
Und natürlich, es hat für uns Berater schon Tradition: Wenige Tage vor dem Fest wurde auch endlich das Steueränderungsgesetz 2025 formell beschlossen. Sie dürfen sich auf den ersten Newsletter im neuen Jahr mit den Änderungen für 2026 freuen.
Was bleibt nun also von 2025
bei all den herrschenden Unsicherheiten?
Ganz ehrlich: Es war und ist längst nicht alles schlecht. Obwohl – aus optischen Gründen völlig zurecht – früher bekanntermaßen mehr Lametta war, hatte auch 2025 seinen Charme. Ich erinnere mich an viele schöne Gespräche mit Mandanten und Kollegen, in denen Sorgen geteilt, Entscheidungen abgewogen und Vertrauen spürbar wurden.
Wagen wir einen Blick nach vorne
Politisch werden wir angesichts vieler anstehender Landtagswahlen lernen, ob die Reise weiter in extreme Richtungen geht oder ob sich die politische Mitte zusammenraufen kann.
Unser Zoll-Jongleur wird mit einer Giga-XXL-Fußball-WM in vertrautem Zusammenspiel mit dem Fußball-Weltverband voll auf seine Kosten kommen. Hoffen wir mal, dass die sportlichen Schlagzeilen überwiegen werden.
Ich persönlich freue mich auf das Jahr 2026
Auf viele wertschätzende Gespräche mit Mandanten, mit Kollegen und Dienstleistern – und auch auf einige Dinge, die ich jetzt noch gar nicht kommen sehe. Und wir sind bereit. Mit Erfahrung, klarem Blick – und gerne auch mit KI, die mir übrigens auch bei diesem Artikel zur Seite gestanden hat 😉
Doch das wirklich Schöne ist: Die ehrlichen und aufrichtigen Gespräche und der Austausch untereinander sowie die Arbeit miteinander werden trotz oder gerade wegen aller KI für immer erhalten bleiben und weiterhin den Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit darstellen. Das gilt nach meinem Dafürhalten genauso für unsere Mandanten. So werden wir auch in 2026 gemeinsam Erfolge feiern, Sorgen teilen und Herausforderungen angehen – alles auf einer menschlichen, vertrauensvollen Ebene!
Und noch eines bleibt bestehen:
Die Vergabe des trilling-hellmann-Ordens auf unserer internen Karnevalsfeier – bis dahin habe ich auch den Karton mit dem Kostüm wiedergefunden.
In diesem Sinne… wünschen wir Ihnen Allem ein frohes Weihnachtsfest und ruhige Tage im Kreise der Liebsten sowie einen guten Start ins Jahr 2026! Auf ein Neues in 2026!

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Sehr schön auf den Punkt gebracht. Würde ich sofort unterschreiben.
Dem gesamten Team gebührt Respekt und Anerkennung, vielen Dank für Ihre Arbeit.
Ein Mensch bemerkt auch dieses Jahr
Weihnachten ist ganz plötzlich da
Auch diesmal gab `s so viele Sachen
Die wollt er eigentlich noch machen
Verschiebt es nun aufs neue Jahr
da bleibt noch so viel Zeit nicht wahr
Er tut es all`n mit Freude kund
das Wichtigste ist bleibt gesund